Über mich

Meine therapeutische Haltung

Menschen, die unter Symptomen leiden, wünschen sich meistens, dass diese weniger werden oder ganz verschwinden. Damit ein Symptom (ganz oder teilweise) gehen darf, ist es wichtig, zu verstehen, warum es auftreten muss(te). Die Gründe dafür können in Ihrer persönlichen Biografie liegen, mit Geschehnissen in der jüngeren Vergangenheit zusammenhängen, oder mit Schwierigkeiten in Ihrer aktuellen Situation. Wenn Sie noch nicht wissen, womit Ihr Leiden zusammenhängt, ist das völlig in Ordnung. Und auch, wenn Sie es schon wissen, aber noch nicht wissen, wie Sie diese Faktoren ändern können. Wichtig für unsere Arbeit ist, dass Sie sich dafür interessieren - dass Sie Lust haben, mit therapeutischer Unterstützung etwas über sich herauszufinden, um etwas verändern zu können.

Grundlage für eine produktive gemeinsame Arbeit ist eine vertrauensvolle therapeutische Beziehung. Dabei ist wichtig, dass Sie sich in der Therapie gut aufgehoben fühlen, das Gefühl haben, dass Sie dort Dinge erzählen können, die Ihnen wichtig sind, und dass Sie auch kritische Punkte ansprechen und wir diese klären können.

In der Therapie stelle ich mich Ihnen als Gegenüber zur Verfügung. Zum einen versuche ich, Sie als Mensch zu verstehen. Trotz meines Fachwissens gehe ich davon aus, dass ich über eine Person erst einmal nichts weiß, und frage Sie daher offen darüber, wie Sie denken, fühlen, entscheiden, und wie Sie die Welt wahrnehmen. Wenn mir dabei Widersprüchlichkeiten auffallen, teile ich Ihnen meine Beobachtung mit. Innere Widersprüche sind menschlich und nicht per se schlecht. Sie können jedoch dazu führen, dass man sich selbst blockiert und dass dadurch eine gewünschte Entwicklung nicht stattfinden kann. Die eigenen Widersprüche zu erkennen, ist meist der erste Schritt, um eine Veränderung zu ermöglichen.

Durch Fragen in Bezug auf Ihre Biografie lerne ich Ihre persönliche Geschichte kennen. Später bilde ich immer wieder Hypothesen, wie Ihr aktuelles Erleben und Verhalten damit zusammenhängen könnte, sodass Sie sich selbst besser verstehen lernen. Wenn Ihnen klar ist, in welchen Punkten Sie etwas verändern möchten, erarbeiten wir zusammen, wie Ihnen eine solche Veränderung gelingen kann, und welche Unterstützung Sie dabei benötigen. Meistens klappt die Umsetzung von Neuem nicht sofort. Ich begleite Sie in dem Prozess, und wir passen diesen immer wieder an.

Im Therapieprozess frage ich häufig nach Ihren Gefühlen und Ihren körperlichen Empfindungen: Gefühle sind untrennbar mit dem Körper verbunden, und bei allem, was wir fühlen, nehmen wir etwas im Körper wahr. Die Wahrnehmung von Gefühlen und Körperempfindungen zu fördern, spielt in meiner Arbeit eine wichtige Rolle.

Ziel einer Therapie ist, dass Sie durch das Verstehen und Verändern innerer oder äußerer Faktoren Ihren Leidensdruck verringern und so zu mehr Lebensqualität gelangen können. In bestimmten (meist existenziellen) Punkten habe ich eine sehr klare Meinung, und meine Berufsordnung gibt klare und sinnvolle Regeln vor. In vielen Punkten kann ich jedoch nicht wissen, was für Sie persönlich gut ist - ich kann Sie nur darin unterstützen, das herauszufinden. Somit tragen wir im therapeutischen Prozess beide eine Verantwortung: Ich mehr für den Prozess, Sie mehr für den Inhalt.

Qualifikationen

  • Master of Science in Psychologie
  • Approbierte Psychologische Psychotherapeutin (in Tiefenpsychologisch fundierter Psychotherapie)
  • Weiterbildung in Gruppenpsychotherapie

Mitgliedschaften

  • Deutsche PsychotherapeutenVereinigung
  • Eintrag in das Arzt-/Psychotherapeutenregister Westfalen-Lippe als Psychologische Psychotherapeutin
  • Psychotherapeut*innen-Netzwerk Münster und Münsterland e.V. (PTN)
  • Psychotherapeutenkammer NRW