Zielgruppe

Ich arbeite mit Erwachsenen, sowie mit Jugendlichen ab dem Alter von 15 Jahren. Bei der Therapie von Jugendlichen finden zusätzlich Elterngespräche statt.

Meine Leistungen

Ich biete sowohl Einzel-, als auch Gruppentherapie an. Welches Therapieformat für Sie passend ist, kommt auf Ihre Thematik an, sowie darauf, was Sie sich wünschen.

Mindestens die ersten drei Sprechstunden finden immer im Einzelsetting statt. Sprechen Sie mich gerne auf die Möglichkeiten an, sodass wir ein passendes Format für Sie finden können.

Eine neue Gruppe startet voraussichtlich im Januar 2027 (mittwochs von 16.20 Uhr bis 18 Uhr, Schulferien ausgenommen).

Meine Behandlungsschwerpunkte

  • Affektive Störungen (z.B. Depression, Bipolare Störung)
  • Angststörungen (z.B. generalisierte Angst, Phobien, soziale Ängste, Panikattacken)
  • Zwangsstörungen
  • Anpassungsstörungen, Burnout, Schlafstörungen
  • Somatoforme Störungen, Schmerzstörungen

Die Behandlung von Suchterkrankungen (Alkohol und Drogen) sowie die Behandlung von komplexer PTBS gehören nicht zu meinem Leistungsspektrum.

Ablauf

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Tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie

Das Format einer tiefenpsychologisch fundierten Psychotherapie ist dem einer Verhaltenstherapie ähnlich: Die Sitzungen dauern 50 Minuten und finden in der Regel einmal wöchentlich statt.

Inhaltlich gehört die tiefenpsychologisch fundierte Psychotherapie zu den psychodynamischen Verfahren. Hier finden Sie einen kurzen Überblick zum tiefenpsychologischen Verständnis von Symptomentstehung und Therapie:

Wie entstehen Symptome?

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Gelerntes und Auslöser

Jede Person wächst mit bestimmten inneren und äußeren Voraussetzungen auf. Kinder und Jugendliche lernen in ihrer Umwelt (meist der Kernfamilie) bestimmte Fähigkeiten, Verhaltensweisen und Arten, zu interagieren. In jeder Familie gibt es dabei günstige und ungünstige Bedingungen. Kinder sind erstaunlich gut darin, sich an die Bedingungen anzupassen, da sie von den Eltern abhängig sind. Was wir in unserer Kindheit lernen, wird verinnerlicht, und wir wenden die Mechanismen später weiterhin unbewusst an. (Ein Beispiel, um das zu verdeutlichen, ist die Art, wie ein Mensch geht: Jede:r tut das auf eine bestimmte, ganz eigene Art und Weise. Als Kind lernt man mit viel Mühe, zu gehen. Später macht man das größtenteils automatisch und braucht dafür kaum noch Energie. Um die eigene Art zu gehen zu verändern, müsste man sich bewusst machen, wie genau man das tut, und das nach und nach umlernen.) Wir haben dabei Stärken - uns fallen bestimmte Dinge leicht, die anderen Menschen schwerfallen, und Schwächen - wir tun uns schwer mit Dingen, die anderen leichtfallen. Wenn im Leben eine Veränderung eintritt, und diese zufällig genau auf eine 'Schwachstelle' von uns trifft, können Symptome entstehen. Ein solches auslösendes Ereignis muss nicht zwingend etwas sein, das für alle Menschen schlimm wäre (z.B. eine schwere Krankheit oder der Tod einer/eines nahen Angehörigen); das kann auch etwas sein, was andere als neutral (z.B. Jobwechsel) oder sogar schön (z.B. eine Beförderung oder die Geburt eines gewünschten Kindes) erleben würden. Wichtig ist nur, dass der Auslöser zufällig genau auf die eigene 'Schwachstelle' passt.

Was im Lauf des Lebens gelernt wird: Strukturelle Fähigkeiten

Je nachdem, was ein Mensch selbst mitbringt, und wie die Bezugspersonen miteinander und mit dem Kind interagieren, kann die Person bestimmte Fähigkeiten unterschiedlich gut entwickeln. Zum Beispiel kann ein Kind, das ein empathisches und aufmerksames Gegenüber hat, besser lernen, seine eigenen Gefühle differenziert wahrzunehmen. Wenn diese Fähigkeiten nicht ausreichend gut gelernt wurden, können später Symptome entstehen.

Innere Konflikte

Menschen haben verschiedene Bedürfnisse, die sich teils widersprechen und miteinander in Konflikt stehen. Ein Beispiel dafür ist einerseits das Bedürfnis, mit anderen in Beziehung zu sein und sich nah zu fühlen, andererseits eigenständig Ziele zu verfolgen und autonom zu sein. Je nach äußeren und inneren Voraussetzungen kann eine Person unterschiedlich gut lernen, zwischen den verschiedenen Bedürfnissen eine gute Balance zu finden, und, je nach aktueller Lebenssituation und Interessen, flexibel zwischen diesen zu pendeln. Wenn dies nicht gut gelingt, kann Leiden entstehen.

Beziehungsgestaltung

Menschen sind Beziehungswesen. Wir sind ursprünglich auf andere angewiesen, um zu überleben, daher ist im Menschen ein Bedürfnis nach Beziehung tief verankert. Um Beziehungen zufriedenstellend zu gestalten, braucht man eine Vielzahl an Fähigkeiten. Dabei spielen sowohl bewusste Entscheidungen als auch unbewusste Prozesse eine Rolle. Falls im Lauf des Lebens ungünstige Beziehungsmuster verinnerlicht wurden, werden diese häufig unbewusst fortgeführt. Das kann dazu führen, dass in Beziehungen immer wieder die gleichen Konflikte entstehen oder wichtige Bedürfnisse nicht befriedigt werden, was Leiden verursachen kann.

Symptome können also ein Resultat nicht ausreichend erlernter Fähigkeiten, ungelöster innerer Konflikte oder ungünstiger Aspekte in der Beziehungsgestaltung eines Menschen sein, oder eine Kombination davon.

Wie wird in der Therapie gearbeitet?

In der Therapie sollte zum einen konkret an Symptomen und dem Umgang mit diesen gearbeitet werden, da viele Symptome sich verselbständigen können, sodass sie nicht zwingend sofort verschwinden, wenn ihre Ursache gelöst wurde. Zum Beispiel kann es bei einer Angststörung wichtig sein, sich mit therapeutischer Unterstützung angstauslösenden Situationen auszusetzen, um der Angst entgegenzuwirken.

Zum anderen kann man in der Therapie

  • Fähigkeiten nachlernen (zum Beispiel Gefühle zu erkennen und zu benennen),
  • innere Konflikte bewusst werden lassen, sodass man leichter Lösungen für vorher scheinbar unveränderliches erarbeiten kann, und
  • Aspekte der eigenen Beziehungsgestaltung verstehen und entscheiden, was man davon günstig und ungünstig findet, um dies bewusst beeinflussen zu können.

Neben der Arbeit an einem Symptom auf der praktischen Ebene trägt diese Art zu arbeiten dazu bei, dass Symptome gelindert werden, und dass sie später im Leben nicht (in der gleichen oder in veränderter Form) wieder auftreten. Dabei wird die Person als Ganzes betrachtet und sowohl das Symptom selbst als auch die beschriebenen inneren Prozesse in den Fokus genommen.